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Herzlich Willkommen! Die Stadt Potsdam plant am Griebnitzsee seit 1990 einen Uferpark. Seit 1996 gibt es hierzu einen Nutzungsvertrag für die im Besitz des Bundes befindlichen Flächen zwischen dem Bund un der Stadt Potsdam. Als gemeinnütziger Verein schlagen wir eine Geschichtspromenade am Wasser vor. Das große öffentliche Interesse am Griebnitzseeufer wird in Babelsberg und dem angrenzenden Berlin durch zahlreiche Banner, Schilder und Aufkleber deutlich gemacht.Über unsere E-mail Adresse können Sie Banner und Aufkleber für ein freies Ufer am Griebnitzsee bestellen! 1.3. 2010 Nachdem die Stadt Potsdam mit der Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (BIMA) einen Vertrag zum Ankauf der noch im Besitz der Bundesrepublik Deutschland befindlichen Flächen ausgehandelt hatte und die Stadtverordneten von Potsdam hierfür einstimmig grünes Licht gegeben hatten, erhielt die BIMA ein konkurrierndes Angebot von Privaten für dieselben Flächen. Ziel der privaten Bieter ist offensichtlich die Verhinderung eines durchgehenden öffentlichen Uferweges am Griebnitzsee und die Vereitelung eines Bebauungsplans, der diesen vorsieht. Nachdem die BIMA bisher weder an die Stadt Potsdam noch an die privaten Bieter verkauft hat, entscheidet jetzt der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages darüber wie mit den in Rede stehenden Flächen von ca. 31000 qm weiter verfahren wird. Das Griebnitzseeufer ist Nahtstelle zwischen Berlin und Potsdam. Seit 1996 gibt es einen Nutzungsvertrag zwischen Bund und Potsdam für die Flächen, die der Bund noch besitzt. Das Griebnitzseeufer ist ein "Kondensstreifen der deutschen Geschichte" (S. Schicketanz) Hier stehen die Villen der Potsdamer Konferenz, hier stehen die letzten Mauerreste Potsdams. Hier stehen zahlreiche denkmalgeschützte Villen, deren Schönheit nur von der Wasserseite aus betrachtet werden kann. Der Uferweg ist Erholungsweg, sicherer Schulweg, Weg zur Universität und zum Hasso Plattner Institut, Begegnungstätte für die Potsdamer. Potsdam ist eine wachsende Stadt, hier wohnen überdurchschnittlich viele Familien mit Kindern. Durch den nahen S-Bahnhof Griebnitzsee ist das Ufer des Griebnitzsees auch Erholungsgebiet auch für viele Berliner. Der Uferweg ist der Zugang zur Potsdamer Schlösserlandschaft. Das Bundesnaturschutzgesetz verpflichtet den Bund Flächen, die sich für die Erholung der Bevölkerung eigenen dieser zur Verfügung zu stellen. Die Stadt Potsdam braucht die Flächen des Bundes im öffentlichen Interesse, um ihren Bebauungsplan umsetzen zu können. Brandenburgische Landesverfassung, Artikel 40(3): Land, Gemeinden und Gemeindeverbände sind verpflichtet, der Allgemeinheit den Zugang zur Natur, insbesondere zu Bergen, Wäldern, Seen und Flüssen unter Beachtung der Grundsätze für den Schutz der natürlichen Umwelt freizuhalten und gegebenenfalls zu eröffnen. Zuwenig Stellenwert wird in der bisherigen Planung der Bedeutung des Griebnitzseeufers als Erinnerungsort an die Verhandlungsstätten der Potsdamer Konferenz und als Wohnort der wichtigsten Konferenzteilnehmer eingeräumt. Der Brisanz der in der Trumanvilla getroffenen Entscheidung des Abwurfs der Atombombe auf Hiroshima wurde bereits durch Umbenennung des Platzes vor der Villa in Hiroshima-Platz Rechnung getragen. Die auf der Potsdamer Konferenz endgültig beschlossene deutsche Teilung manifestierte sich in den Grenzanlagen am Griebnitzseeufer. Heute ist das Griebnitzseeufer ein erlebbares Korrelat der überwundenen Teilung und der Wiedervereinigung. Ein freier Uferpark ohne Mauern und Zäune ist die einzig verantwortungsbewusste und historisch sensible Antwort auf den genius loci. |
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Foto: Griebnitzseeufer
nach der Grenzöffnung (1990)

Foto: Öffentlicher Weg für Fußgänger und Radfahrer am Cap Ferrat, Südfrankreich, unterhalb der Villa Rothschild. Das Küstengesetz (la loi Littoral) sorgt dafür, dass die ersten 6m landeinwärts der Wasserkante für die Nutzung durch die Allgemeinheit frei sind.